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LLM-Datenanonymisierer

Die sensiblen Teile eines Textes maskieren, bevor er Ihr Haus verlässt.

Funktionsweise​

Der Schritt liest einen Text aus dem Speicher, lässt eine KI sensible Inhalte erkennen (Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Anschriften …) und schreibt eine Fassung zurück, in der jede sensible Angabe durch einen Platzhalter ersetzt ist. Die Zuordnung zwischen Originalwerten und Platzhaltern bleibt erhalten, damit ein späterer Schritt sie wiederherstellen kann – siehe LLM-Datenanonymisierung aufheben.

Das klassische Muster lautet anonymisieren → verarbeiten → deanonymisieren: Kundendaten gehen in den Anonymisierer, der anonymisierte Text geht an eine externe KI, deren Antwort wird deanonymisiert, und das Ergebnis wird dem Benutzer angezeigt. Die externe KI sieht die personenbezogenen Daten nie.

Einstellungen​

FeldWas es steuertErforderlichHinweise
ModellDas KI-Modell, das die sensiblen Textstellen findet.erforderlichVerwenden Sie ein Modell, das in Ihrem Netzwerk läuft (z. B. Ollama), wenn der Text das Netzwerk nicht verlassen darf – dieses Modell sieht den Originaltext.
InhaltDer zu anonymisierende Text aus dem Speicher.erforderlichStammt aus einem vorherigen Schritt.
Anonymisierter InhaltWohin die anonymisierte Fassung im Speicher geschrieben wird.erforderlichVerwenden Sie sie als Eingabe für den nächsten Schritt.
Namen anonymisierenErsetzt Personennamen (z. B. „Max Mustermann“) durch Platzhalter.optionalStandardmäßig eingeschaltet.
E-Mail-Adressen anonymisierenErsetzt E-Mail-Adressen.optionalStandardmäßig eingeschaltet.
Telefonnummern anonymisierenErsetzt Telefonnummern.optionalStandardmäßig eingeschaltet.
Postadressen anonymisierenErsetzt Kombinationen aus Straße, Ort und Postleitzahl.optionalStandardmäßig eingeschaltet.
Ortsangaben anonymisierenErsetzt Orte (Städte, Länder).optionalStandardmäßig ausgeschaltet – schalten Sie es nur ein, wenn selbst Orte sensibel sind.
Social-Media-Handles anonymisierenErsetzt @-Erwähnungen und Links zu sozialen Netzwerken.optionalStandardmäßig ausgeschaltet.
Benutzerdefinierte Daten anonymisierenBeschreibung in Alltagssprache, was zusätzlich maskiert werden soll.optionalBeispiel: „Interne Projekt-Codenamen wie ‚Projekt Aurora‘ durch einen Platzhalter ersetzen.“

📷 SCREENSHOT: Der Schritt „LLM-Datenanonymisierer“ mit allen sichtbaren Schaltern und einer ausgefüllten Beschreibung unter „Benutzerdefinierte Daten anonymisieren“.

Beispielszenario​

Support-Triage mit einer externen KI. Ein Workflow erhält ein Ticket mit Namen und E-Mail-Adresse des Kunden. Der Anonymisierer ersetzt beides. Die externe KI ordnet den (anonymisierten) Text einer Kategorie zu. Ein späterer Schritt „LLM-Datenanonymisierung aufheben“ stellt die Originalwerte wieder her, damit die Antwort des Agenten den Kunden mit Namen ansprechen kann.

Empfehlungen​

  • ✅ Bewahren Sie die Zuordnung (die Verknüpfung zwischen Platzhalter und Originalwert) im Speicher des Workflows auf. Die Plattform erledigt das automatisch – Sie müssen dafür nichts verbinden.
  • ✅ Verwenden Sie diesen Schritt zusammen mit LLM-Datenanonymisierung aufheben. Anonymisieren ohne spätere Wiederherstellung ist selten das, was Sie wollen.
  • ✅ Ergänzen Sie unter Benutzerdefinierte Daten anonymisieren eine Beschreibung für alles Fachspezifische. Interne Codenamen, Kontonummern, Produkt-IDs – nichts davon wird standardmäßig erkannt.
  • ⚠️ Der Anonymisierer stützt sich auf ein KI-Modell. Er arbeitet sehr gut, aber nicht fehlerfrei. Betrachten Sie ihn bei regulierten Daten als starke Unterstützung, nicht als Garantie.
  • ❌ Verwenden Sie den Anonymisierer nicht als Ersatz für eine ordentliche Zugriffskontrolle. Er ist eine Schicht in einem mehrstufigen Sicherheitskonzept.

Nächste Schritte​